Tagebuch

 



Tag 4:

 

Heute haben wir ein paar unserer mittelalterlichen Kochtöpfe mitgenommen. Bei den Tontöpfen handelt es sich um Kugeltöpfe (der Boden ist kugelig rund) und um Grapen (mit 3 Füßchen am Topfboden) Während man die Kugeltöpfe stabilisieren muß, man stellt sie gewöhnlich auf drei kleine Steine, stehen die Grapen durch die Füße sicher in der Feuerstelle. Kochen in Tontöpfen auf einer offenen Feuerstelle ist nicht ganz einfach, denn die Temperaturregulierung bedarf einiger Erfahrung.

Im Außenbereich hat sich auch einiges getan. Wir haben den vorderen Bereich vom Laub befreit und die ehemalige und inzwischen recht unschöne Lehmkochstelle abgebaut. So haben wir auch in diesem Bereich die Möglichkeit unsere Lagerplanen aufzuspannen.

Als kleiner Vorgeschmack auf kommende Projekte eine Specksteinform zum Gießen von Zinn, eine bereits gegossene Fibel und eine Auswahl von Glasperlen, die wir versuchen wollen im Laufe des Jahres selbst herzustellen.

 

 

Tag 3:

 

Heute standen die ersten Kochtests an. Wir haben Kessel, Dreibein und Pfanne mitgebracht und geschaut, wo wir unser Equipment vom Kochlöffel bis zur Kelle und von der kleinen Molle bis zum Holzteller alles sinnvoll verstauen können. Dann wurde ein kleines Süppchen gekocht und auch was auf die Pfanne gelegt. Kochen auf dieser hochgelegten Feuerstelle ist wirklich angenehm.

 

Nebenbei haben wir die Zinn-/Bronzeesse (aus Lehm) angefacht um zu sehen, ob sie den Winter schadlos überstanden hat. Die Gießkelle wurde vom Restmetall und Rost befreit. Kleine Risse in der Lehmwand der Esse wurden verstrichen. Sobald die Temperatur im etwas angenehmeren Bereich ist, werden wir mit einigen Gießproben beginnen.

 

Wenn wir vor Ort sind, gibt es im Feldhüterhaus zur Zeit noch einen wahrlich kunterbunten Zeitenmix. Da wird ein römischen Haushaltsmesser ebenso wie hochmittelalterliches Geschirr neben dem hauseigenen Equipment aus dem 19./20. Jhd. genutzt.

 

 

Tag 2

 

Heute stand wieder die Feuerstelle im Zentrum. Wir haben diesmal den Feuerbereich ein wenig durch Lehmbausteine geschützt um zu sehen, ob und welche Vorteile dies bringt.

Tag 1

 

Nach einer Führung von Gero durch das Haus sind wir zum ersten Mal allein dort. Für den ersten Tag haben wir uns vorgenommen, für mehrere Stunden die Feuerstelle in Betrieb zu nehmen und zu schauen, wie sich die Wärme im Haus verteilt, wie und ob bei verschieden geöffneten Türen und Fenstern Funkenflug entsteht und wie die Rauchentwicklung und -verteilung ist. Dementsprechend haben wir dann die Bereiche festgelegt in denen wir im Haus Aktionen durchführen können. Wir haben drei Bereiche zur Verfügung. Den inneren Bereich mit der Feuerstelle, den Vordachbereich an der Hintertür und ab dem Frühling dann den Außenbereich, gegebenenfalls durch Zelt und  Lagerplanen ergänzt.

 

Bedingt durch den Winter haben wir begonnen einen kleinen Frühjahrsputz zu starten und ein wenig unter dem Gesichtspunkt umzuräumen dort aktiv zu werden.