Eckdaten


Das Esebecker Wappen

Im Ortsbild der Gemeinde Esebeck nahm die große Linde am nördlichen Kuhberg eine markante Stellung ein. (Einige ältere Esebecker meinten, es sei eine Gerichtslinde gewesen. Hinweise in Akten liegen jedoch nicht vor.) Deshalb wurde sie, als der alte Landkreis Göttingen für alle seine Dörfer Wappen entwerfen ließ ca. 1957, in das Wappen des Dorfes aufgenommen. Auf silbernem Grund wächst die grüne Linde aus einem grünen Berg. Der Berg soll den Kuhberg symbolisieren. Das an den Stamm geheftete schwarze Schild mit silbernem Eberkopf in Anlehnung an das Wappen derer v. Hardenberg soll auf die besondere Stellung der v. Hardenbergs im Ort als ehemalige Grund- und Kirchen-Patronatsherren hinweisen. (Der längliche Kopf im Wappen derer v. Hardenberg und der Gemeinde Esebeck ist der des hannoverschen Landschweins und nicht der kurze Keilerkopf der auf den Flaschen des Hardenberger Schnapses abgedruckt ist.)

 

Lage und Entstehung des Dorfes

Esebeck liegt in einer Höhe von 250 bis 288 m und damit mehr als 100 m über dem Leinetal. Landschaftlich gehört der Ort zur Dransfelder Hochfläche, die aus Schichten des Muschelkalks gebildet ist. Viele dieser Schichten sind sehr klüftig, so dass das Regenwasser schnell und tief versickert. Esebeck befindet sich dort, wo wasserführende Schichten des mittleren Muschelkalks ans Tageslicht treten (Quellen der Esebeeke, Steinborn, Heerborn, Stratenborn, Kirchborne und Angerborn). Für die Gründer unseres Dorfes im 10./11. Jahrhundert und auch für die Bewohner bis Anfang der 1960er Jahre waren vor allem gutes Wasser in Hofnähe und fruchtbare Böden von besonderer Bedeutung. Als im 15. und 16. Jahrhundert in Esebeck die Ackerfläche durch Rodung vergrößert wurde, sank der Grundwasserspiegel, und die höher gelegenen Quellen versiegten oder wurden zu Hungerquellen. Die Einwohner mussten dann Brunnen bauen, um an das Grundwasser heranzukommen. Im Gelände zwischen Friedhof und Strull finden wir die letzten Quellen, die besonderen Schutz bedürfen.

Esebeck wird in einer Urkunde des Klosters Reinhausen erstmals im Jahr 1207 erwähnt. Funde und Relikte aus der Mittleren Jungstein- (vor 5000 Jahren), Bronze- und Eisenzeit deuten darauf hin, dass unsere Gegend schon zuvor besiedelt worden war.

Erste Nachrichten mit Namen und Zahlen finden sich im Schatzregister von Harste 1418: Das Dorf unterlag dem herzoglichen Gericht Harste des Fürstentums Göttingen-Grubenhagen und gehörte kirchlich zum Sedes Nörten. Der Ort hatte 17 Hofstellen, davon 8 Vollhöfe (Meierhöfe). „Eigentümer“ waren einflussreiche Göttinger Kaufmannsfamilien, die von Grone, von Adelebsen, von Hardenberg und das Kloster Lippoldsberg. Vom 15.-17. Jahrhundert fand ein Ausbau des Dorfes in mehreren Phasen statt. Land wurde gerodet (Kuhberg, Rodebreite und die Kothofreihen entlang des Baches und am westlichen Rand des Altdorfes (Über der Esebeeke) entstanden. Der Ort wuchs bis 1689 auf 36 Höfe an: 8 Halbmeier, 16 Großkötner, 2 Kötner, 1 Kleinkötner, 3 Kirchhöfer, 6 Brinksitzer, 1 Hirte mit insg. 204 Einwohnern.

Das Dorf entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten weiter. 1949 gab es 48 Hofstellen. Davon boten aber nur 6 eine volle Ackernahrung. Danach nahm die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe ab: 1970 34 Höfe, 1982 18 Höfe, davon 6 Nebenerwerbsbetriebe, 2004   8 Höfe, davon 2 Nebenerwerbslandwirte.

In der zweiten Hälfte des 20 Jahrhunderts entstanden in Esebeck drei neue Siedlungen, so dass die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2004 auf 630 gestiegen ist.

 

Ein kurzer Blick in Esebecks Geschichte

Der Blick in Esebecks Geschichte richtet sich - obwohl kurz so doch - auf einen sehr, sehr langen Zeitraum bis zur ersten urkundlichen Erwähnung Esebecks.

Auf dem Gedenkstein ist dazu das Jahr 1207 eingemeißelt worden. Wir dürfen dieses Datum nicht mit einem Gründungsdatum verwechseln, denn es handelt sich nur um eine Jahresangabe in einer Urkunde des Klosters Reinhausen. In diesem Jahr, am 17. Januar, nimmt kein Geringerer als der Papst Innozenz III  in Rom das Kloster Reinhausen in seinen Schutz - es hat Gründe dafür gegeben, wie Streitigkeiten um Eigentum und Bedrohungen. Der Papst bestätigt in dieser Urkunde auch einzeln aufgeführte Besitzungen des Klosters. So auch in Esebeck. Der kanzeleilateinische Wortlaut in der Urkunde ist: "in Esbiken tres mansos", ins Hochdeutsche übersetzt: "in Esebeck drei Hufen. Esebeck heißt damals noch Esbiken und in diesem Dorf gehören dem Kloster Reinhausen drei Hufen. Eine Hufe ist die Fläche, die eine Bauernfamilie im Mittelalter benötigte, um von der Landwirtschaft leben zu können. Sie ist bei uns hier in der Gegend etwa 30 Morgen groß, das sind 7,5 ha. 1 Morgen ist die Größe eines Ackers, den ein Bauer mit einem Joch Ochsen an einem Vormittag pflügen konnte.

Das Kloster Reinhausen hatte auch in den folgenden Jahrhunderten noch Eigentum in Esebeck wie Urkunden von 1262 und 1508 zeigen. Aber auch besonders die Adelsgeschlechter v. Grone, v. Hardenberg - die zugleich auch das Kirchenpatronat innehaben, v. Adelebsen, das Kloster Lippoldsberg und mehrere angesehene Bürgerfamilien aus Göttingen hatten in Esebeck beträchtliches Eigentum.

Nun sagte ich bereits: Gründung und Ersterwähnung dürfen nicht verwechselt werden, denn die Orte bestanden meist schon Jahrhunderte früher, bevor dann der Ortsname in einem Schriftstück auftaucht. Welche Möglichkeiten gibt es aber überhaupt um das tatsächliche Alter eines Ortes bestimmen zu können. Da können 1. die Archäologie und 2. die Ergebnisse der Ortsnamenforschung helfen.

Zu 1: Die Funde, die wir in Esebeck haben, zeigen eine gewisse Siedlungskontinuität von der Jungstein-, Bronze- und Eisenzeit bis in die Gegenwart. Wir können also davon ausgehen, dass vielleicht mit einigen Unterbrechungen dieser nordöstliche Teil der Dransfelder Muschelkalkhochfläche mit seinen fruchtbaren Löß- und Kalkverwitterungsböden (sog. Rendzinen) und einem Quellhorizont entlang der Geländekante, auf der wir uns gerade befinden,  meistens besiedelt war.

Zu 2: Die Ortsnamenforschung hat herausgefunden, dass es Ortsnamenschichten gibt. Man könnte es so sagen: Es gibt im Laufe der Zeit bestimmte "Moden", wie ein Siedlungsplatz benannt wird, z. B. die  Hausen-Orte im 6.- 12. Jahrhundert, wie z.B. Elliehausen oder Adelebsen, oder die Rode-Orte im 11. und 12. Jahrhundert, wie Barterode. Die Beek-Orte erhalten ihren Namen wahrscheinlich schon im 8. und 9. Jahrhundert und dann gibt es noch einmal eine Schicht im 10. und 11.Jahrhundert. Welcher der beiden Schichten wir nun angehören, können wir jedoch nicht eindeutig sagen. Jedenfalls müsste danach Barterode jünger sein als Esebeck, jedoch ist Barterodes erste urkundliche Erwähnung gut 60 Jahre früher als die von Esebeck.


Nun zu dem Ortsnamen "Esebeck" selbst:

In einem älteren Ortsnamenbuch von dem Göttinger Wissenschaftler Kühlhorn wird Esebeck "Asbiki" mit dem Jahr 1036 genannt. Danach hätten wir im vergangenen Jahr ein 975-Jahre-Jubiläum feiern können. Kühlhorn verweist auf eine Quelle, die Vita Meinwerci, in der steht: "Asbiki, que est iuxta Hursti". Das wurde als "Esebeck bei Harste" angenommen. Inzwischen ist es Konsens, dass es sich um den Ort Esbeck bei Lippstadt handelt. Insofern können wir den Namen Asbiki vernachlässigen und müssen uns auf den Namen "Esbiken" beziehen, so wie er im Urkundenbuch des Klosters Reinhausen steht. Das Grundwort "-beke"(= Bach) bleibt lange Zeit gleich, auch wenn es gelegentlich mit "bike" geschrieben wird. Dieses Grundwort verliert sein auslautendes "e" zuerst 1395, dann aber ständig seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, also nicht mehr Esbeeke oder Esebeeke, sondern Esebeck.

Der erste Wortbestandteil ist bis Ende des 14. Jahrhunderts nur als "Es" überliefert. Dann setzt die Variante "Ese-" allmählich ein.

Was könnte nun der Wortbestandteil "Es-" bedeuten. Da gibt es 4 Deutungsansätze. Einige Wissenschaftler meinen, es handele sich um "ask" = Esche, ein Baum der gern an feuchten Stellen wächst. Andere gehen von der Wortsippe "Esse, Asche" aus in dem Sinne von "trocken und austrocknend". Auch das könnte auf Esebeck passen, denn die Esebecke trocknet kurz unterhalb des Dorfes aus, wenn man es so formulieren möchte. Das Wasser verschwindet genauer gesagt in einer Bachschwinde und das ist sicherlich eine Besonderheit. Eine dritte Erklärungsvariante bezieht sich auf "Ais", das bezeichnet eine Wasserwurzel. Das wird dann auf einen schnell fließender Bach übertragen. Aber das war und ist die Esebeeke sicherlich nicht. Und nun noch die 4. Erklärung, die davon ausgeht, dass der erste Wortteil der Name eines Adeligen sein könnte, der hier das Dorf gegründet hat. Doch diese Variante wird in der Namensforschung nicht weiter verfolgt.

Zum Schluss noch eine Frage: Wie groß war der Ort 1207 und wo könnte er gelegen haben? Nach allem, was wir wissen, wird es der Bereich um Kirche und Thieplatz gewesen sein, u. z. zwischen dem ehemaligen Lippoldsberger Klosterhof, Steinhof genannt (heute Schlieper), der von hier aus gesehen hinter der Kirche liegt, und dem ehemaligen Adelebser Hof (heute Weitemeier) etwa 90 m in dieser Richtung. Der Gedenkstein steht also genau dort, wo 1207 der Mittelpunkt des damals noch kleinen Dorfes war.

Lange Zeit wurde das Datum 1036 als urkundliche Ersterwähnung des Ortes Esebeck angenommen. Dieses Datum war in gewissem Sinne unsicher, da die Besitztitel mit der Nennung von Dörfern in der erst etwa 100 Jahre später aufgeschriebenen " vita meinwerci" aufgelistet worden sind. Das Datum 1036 ist jedoch vor ein paar Jahren verworfen worden, damit gilt nun eine spätere schriftliche Quelle, eine Urkunde aus dem Kloster Reinhausen aus dem Jahre 1207 (s. dazu die "Kurze Beschreibung der Geschichte..."). In der Vita Meinwerci stand: "Asbiki, que est iuxta Hursti". Das wurde im Ortsnamenbuch von Kühlhorn als "Esebeck bei Harste" angenommen. Inzwischen ist es Konsens, dass es sich um den Ort Esbeck bei Lippstadt handelt.

 

Anger

Allmende, Verkoppelung und Gemeinheitsteilung

1955 Staßenbau durch den Anger. Rest 1963 an politssche Gemeine

1965 Kanalisation

 

Feuerwehrhaus

Spritzenhaus, 1902 errichtet. 1955 neu errichtet mit Schlauchturm, 1971 erste Feuerwehrauto LF 8, 1982/83 neue Feuerwehrgerätehaus

1902 Ein Spritzenhaus wird an der Angerspitze errichtet.

1955 Das Spritzenhaus wird abgetragen, weil es der Durchgangsstraße (Kreisstraße 37) weichen muss, die durch den Anger geführt wird.

In gleicher Größe und unter Verwendung der Baumaterialien wird ein neues Spritzenhaus im nördlichen Teil des Angers errichtet.

 

Sparkasse und Milchsammelstelle

In den 1920er Jahre wurde die Sparkasse gegründet.. Die Frau des Lehrers Grüne verwaltete sie. 1952 baut die Spar- und Darlehnskasse Esebeck ein Lagerhaus mit Büro.

1996 schließt die Raiffeisenbank Rosdorf Einrichtung.

Die Firma Dempewolf richtet einen Sanitär- und Heizungsfachhandel in dem Gebäude ein. Er siedelt im Jahre 2014 in das Groner Industriegebiet um.

Von 1966 bis 1993 besteht die Milchannahmestelle unterhalb des ehemaligen Lagers der Raiffeisenbank in der Ecke des ehemaligen Lehrergartens. Sie wurde von Frau Voigt und ihrem Mann betreut.

Dort lieferten alle Kuhhalter morgens und abends ihre Milch ab. Sie war der wichtigste Esebecker Nachrichten-umschlagplatz.

 

Kirche und Kirchhof St. Pankratius:

Turm um 1300 gebaut; hat gotische Schalllöcher.

1356/57 war ein Gotteshaus vorhanden. Nach der Reformation im Jahre 1588 (1550 ist Esebeck noch eigenständiger Pfarrort) wurde die Pfarre zu Esebeck zunächst von dem Erbsener dann vom Elliehäuser Geistlichen versehen. 1588 Esebeck wird in Elliehausen als Filiale ein

Das Langhaus wurde nach Verfall eines älteren 1755 im spätbarockem Stil gebaut

1872 Turmreparatur umfangreiche Kirchenrenovierung.

1897 findet eine umfangreiche Kirchenrenovierung statt. Das Langhaus wird durch eine Apsis in neoromanischer Form erweitert. Ungewöhnlich ist die dadurch erfolgte Nord-Süd-Erstreckung des Langhauses. Die Anordnung von Kanzel und Sitzreihen wird geändert.

Lateinische Inschrift: „Mit Gottes Hilfe ist dies Heiligtum, einst dem heiligen Pankratius, jetzt aber dem höchsten Allherrscher geweiht, nach dem Verfall des früheren unter dem Superintendenten Joh. Erich Block, dem Oberamtmann Justus Ludwig Schlemm und dem Pastor Joh. Christ. Goezze im Jahre 1755 erbaut worden.“

Eine der beiden im Jahre 1697 gegossenen Glocken sprang beim Trauergeläut für den Kurfürsten Georg I von Hannover 1727. Von den späteren Glocken wurden die kleine im Jahre 1818, die große 1828 gegossen. Neue Glocken wurden in den 1970er Jahren angeschafft.

Im Bereich zwischen Kindergarten und Milchsammelstelle befanden sich 3 kleinere Hofstellen, die Kirchhöfner: 1585 lebten in Esebeck 4 Frauen allein: Grete Bethen sowie Gese, Jutte und Anna Frederichsen in der Hütte auf dem Kirchhofe.

1689 gab es 3 Kirchhöfner sämtlich verheiratet mit 2 bzw. 4 Kindern

 

Schule und Thieplatz:

Opperhus, Opfermann, Küster 1588 erwähnt. Schul und Küsterhaus in der Franzosenzeit 1809-.1811 erbaut. Maire Rechnungslegung.  606 Reichstaler, 31 gute Groschen und 2 Pfennige darin 23 Thaler für den Musicus Höch zu Harste für die bey Aufrichtung des Hauses gemachte Music“ und 5 Reichsthaler für Branntewein beym Holzfahen.

1881 Die neue Schule, das „neue Klassenzimmer“

1969 Die Volksschule Esebeck wird am 15. April geschlossen.

Der Gemeinderat stellt dem Sportverein Grün-Weiß das Unterrichtsgebäude für den Tischtennissport zur Verfügung.

1972 wird ein Kinderspielkreis eingerichtet.


Thie

Der Thie liegt vor der alten (später Lehrerwohnhaus) und der „neuen“ (heute Kindergarten) Schule. Er war der Versammlungsplatz der Gemeinde, an dem früher alle das Dorf betreffende Fragen geregelt wurden, wie Feldbestellung, Erntetermine, Holzverlosung, obrigkeitsstaatliche Mitteilungen, Anordnungen und Musterungen. Er war gleichzeitig auch Schulhof. Die Eingangstür befand sich an der Thieseite des Unterrichtsgebäudes.

Die Schule bestand aus einem Lehrerwohnhaus (1809 – 1811 erbaut) und einem Unterrichtsgebäude (1880 errichtet).

Ab Anfang der 1970er Jahre wurde auf Initiative eines Elternkreises im ehemaligen Unterrichtsgebäude ein Kinderspielkreis eingerichtet. Kindergarten wurde die Einrichtung erst nach einem Umbau im Jahre 2001, bei dem die dazu notwendigen Voraussetzungen geschaffen worden sind.

 

Heerbrunnen/Hirtenhaus

Der Heerborn als „Brunnen vor dem Tore“ liegt am Eingang des mittelalterlichen Dorfes, das sich von hier aus talwärts längs der heutigen Straße „Am Stratenborn“ erstreckte. Laut Überlieferung soll er seinen Namen im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) erhalten haben, weil dort die französischen Truppen, die in der Esebecker Feldmark längere Zeit ein großes Heerlager hatten, ihre Pferde tränkten, nachdem das Wasser aus den Tümpeln an der  Seepoole verbraucht worden war.

Durch jahrhundertelange Benutzung hat sich am alten Dorfeingang ein Hohlweg entwickelt, der früher Dunkle Straße („Düstere Strote“) hieß. Der Dorfeingang war ein größerer Platz, an dem die Wege von Elliehausen und Knutbühren zusammentrafen.

 

Anger und Angerborn

Bis 1875 bis 1881 Der 6 Morgen große Anger gehört bis zur Verkoppelung der Gemarkung und der Gemeinheitsteilung den Reiheberechtigten (heute Realgemeinde), die dort gemeinschaftlich Heu und Grummet erzeugten. Der nördliche Teil des Angers wird bei der Verkoppelung und Gemeinheitsteilung in den 1870er Jahren in private Gärten aufgeteilt.

1902 Ein Spritzenhaus wird an der Angerspitze errichtet. Hier lagern und bearbeiten die Reiheberechtigten bis in die 1930er Jahre ihr Bauholz. (Hinweis altes Foto)

1955 Das Spritzenhaus muss der Durchgangsstraße (Kreisstraße 37) weichen, die quer durch den Anger geführt wird. In gleicher Größe und unter Verwendung der Baumaterialien wird ein neues Spritzenhaus im nördlichen Teil des Restangers errichtet.

1963 Die Realgemeinde schenkte den südlichen mit Linden bestandenen Teil, auf dem auch das Spritzenhaus stand, der politischen Gemeinde

1971 Die Freiwillige Feuerwehr Esebeck erhält erstmals ein Feuerwehrauto vom Typ LF.

ab 1979 Die Gärten auf dem Anger werden bebaut.

1982/83 Ein modernes Feuerwehrgerätehaus für ein größeres Löschfahrzeug mit Schulungsraum und Mehrzweckraum wird gebaut.

 

Schweineweide/Quellen

Am Steinborn: Nach einer der Hauptquellen der Esebeeke benannte Straße. Sie führt an der Schweineweide („Swinewade“) mit der Schweinesuhle und den Überresten eines Reichsarbeitsdienstlagers für Frauen der Nationalsozialisten, „Maidenlager“ genannt, vorbei in einen Teil der Neubausiedlung, der mit dem Bebauungsplan Nr. 4 im Jahre 1972 erschlossen wurde. Der Steinborn befindet sich, nur schwer einsehbar, auf dem Grundstück der Familie Voigt etwas unterhalb der Straßenkreuzung. In die Schweinesuhle und auf die angrenzende Schweineweide trieb der Schweinehirt die Tiere, nachdem er sie hornblasend eingesammelt hatte.